München: Ehrung für Diözesanbibliothekarin Sabine Adolph

Die gut vernetzte Bücherfrau

Ursula Lay, stellvertretende KEB-Vorsitzende, würdigt die 30jährige Zusammenarbeit mit Sabine Adolph vom Sankt Michaelsbund

Wenn zwischen Berchtesgaden und Landshut irgendwo ein digitales Ausleihsystem eingeführt wird, ehrenamtliche Mitarbeiter nach Hilfe rufen oder gar eine neue Bücherei gegründet werden soll, dann ist Sabine Adolph bestimmt dabei oder zumindest beteiligt. Und das seit 30 Jahren. Die Diplom-Bibliothekarin im Sankt Michaelsbund ist für rund 200 katholische öffentliche Mitgliedsbüchereien im Erzbistum München und Freising zuständig und hält dabei enge Verbindung mit verschiedensten Partnern. Diese Netzwerkarbeit ist mitentscheidend dafür, dass die Büchereiarbeit im Erzbistum bayernweit an der Spitze steht, was sämtliche Kennzahlen wie z. B. die hohe Besucherfrequenz oder die Anzahl an Veranstaltungen belegen. Das ist nicht zuletzt dem Einsatz von Sabine Adolph zu verdanken und das gelingt auch nicht allein vom Münchner Schreibtisch aus.  Seit 1989 ist sie „draußen zuhause“: sie berät Büchereien vor Ort, ist persönlich beim Erfahrungsaustausch der Büchereien in den Kreis- und Stadtarbeitsgemeinschaften dabei. Dabei arbeitet sie eng mit der Katholischen Erwachsenbildung KEB zusammen. „Wir haben uns in den vergangenen Jahrzehnten immer stärker wahrgenommen und denken mit- und füreinander“, so Adolph. Beispiele sind etwa die Ebersberger Büchereiwoche in Kooperation mit dem dortigen Kreisbildungswerk oder das korbiwiki, eine offene, interaktive Wissensplattform in der Erzdiözese München und Freising. Sie dient dem Austausch von Informationen, Erfahrungen und Ideen rund um Bildung vor dem Hintergrund des christlichen Gottes- und Menschenbildes.  Für die 30jährige Netzwerk- und Zusammenarbeit ist Sabine Adolph am 22. November auf Vorschlag des Sankt Michaelsbundes auch bei der diesjährigen Vergelts-Gott-Aktion der KEB geehrt worden. Bei dieser Ehrung dankte die stellvertretende KEB-Vorsitzende Ursula Lay der Diözesanbibliothekarin „von Herzen für all Ihre qualitativ hervorragende und menschlich überzeugende Arbeit“. Sabine Adolph sei eine prägende Gestalt für die Bücherei- und Bildungsarbeit im Erzbistum. „Und das Beste ist - sie ist ja noch jung – und wir freuen uns sehr auf die weitere gemeinsame Arbeit mit ihr.“

Dieser Artikel ist auf mk online erschienen.

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